Sechs Erfolgsfaktoren für digitale Transformations- prozesse

Janett Schwerdtfeger, Managing Director bei DIE NEUE VERNUNFT, Teil von KNSKB+

 

Die digitale Revolution verändert über alle Branchen hinweg die Marktregeln. Kund*innen entwickeln neue Bedürfnisse, neue Technologien ermöglichen neue Services und Produkte, Trends wie Nachhaltigkeit rücken in den Vordergrund, das gesellschaftliche Denken ist im Wandel. In dieser Welt müssen sich Unternehmen verändern, vor allem ihre Mitarbeiter*innen – ein Kraftakt. Solche Prozesse erfordern nicht nur eine erhebliche Veränderungsbereitschaft der Belegschaft, sondern auch völlig neue Kompetenzen. Der internen Kommunikation kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Für das erfolgreiche Gelingen digitaler Transformationsprozesse lassen sich sechs zentrale Erfolgsfaktoren identifizieren.

 

Erfolgsfaktor 1: Bereichsübergreifend zusammenarbeiten

In vielen Unternehmen mangelt es in Transformationsprozessen an offener Kommunikation. Um Veränderung zu treiben und zu gestalten, werden Projekte in unterschiedlichen Abteilungen angestoßen. Beispielsweise übernimmt die Unternehmenskommunikation die Information über den Prozess, während die Personalentwicklung sich darauf konzentriert, Kompetenzen und Werte zu vermitteln. Sollen die Mitarbeitenden Vertrauen in die Veränderungen gewinnen, ist es entscheidend, dass die Maßnahmen aus einem Guss sind und aufeinander abgestimmt werden. Im besten Fall werden die externen Prozesse einbezogen.

 

Erfolgsfaktor 2: Die eigene Identität bewahren

Zu viele Unternehmen orientieren sich an Vorbildern, die sich nicht unbedingt mit der eigenen Identität vereinbaren lassen. Um Veränderungsbereitschaft zu erzielen, ist es wichtig, die Werte und Wurzeln des Unternehmens zu berücksichtigen. Die erfolgreiche Umsetzung des Transformationsprozesses bedeutet immer, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und diese in das digitale Zeitalter zu überführen. Nur wenn eine glaubwürdige Zukunftsvision auf Basis der Wurzeln der Organisation gefunden wird, werden Ihre Mitarbeiter*innen begeistert und motiviert die Umsetzung mitgestalten.

 

Erfolgsfaktor 3: Am Zweck ausrichten

Digitalisierung kann und darf nicht Selbstzweck sein, sondern sollte immer den Unternehmenszweck einbeziehen. Warum existiert das Unternehmen, welchen Zweck erfüllt es? Nur wenn diese Frage schlüssig beantwortet wird, lässt sich der digitale Transformationsprozess für die Mitarbeitenden motivierend und involvierend gestalten und gleichzeitig glaubwürdig in der externen Markenkommunikation etablieren.

 

Erfolgsfaktor 4: Die richtigen Methoden einsetzen

In vielen Fällen setzen Unternehmen bei der Begleitung von Veränderungsprozessen auf die klassische Abwärtskommunikation. Diese erfüllt ihren Zweck als Informationsquelle für Mitarbeitende, greift aber zu kurz, wenn es um die glaubwürdige Vermittlung neuer Werte und Kompetenzen geht. Flache Hierarchien und agiles Denken lassen sich nicht allein durch Publikationen etablieren. Erst dialogorientierte Formate, analog wie digital, machen Werte und Kompetenzen erlebbar – trotz der Störanfälligkeit und des vermeintlichen Kontrollverlusts durch ihren Echtzeitcharakter. Hier gilt es zu moderieren und zu gestalten.

 

Erfolgsfaktor 5: Die neue Kultur vorleben

Digitale Transformationsprozesse leben davon, dass sich Mitarbeitende und Führung auf Augenhöhe begegnen, um das Unternehmen gemeinsam umzugestalten. Ein klassischer Fehler wäre es, die Veränderung nur von der Belegschaft einzufordern. Damit ist es nicht getan. Erst wenn flache Hierarchien, Offenheit und kompetenzbasiertes Arbeiten durch die Führungskräfte und den Vorstand vorgelebt werden, findet eine Verankerung in der Unternehmenskultur statt. Insbesondere dem Vorstand kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

 

Erfolgsfaktor 6: Veränderung ist ein Marathon, kein Sprint!

Veränderungsprozesse gelingen nicht über Nacht, sondern erfordern einen langen Atem. In vielen Unternehmen wird die Kommunikation nach dem Auftakt weitestgehend eingestellt. Um Mitarbeiter*innen wie Führungskräfte langfristig zu motivieren, ist es wichtig, fortlaufend zu kommunizieren, erste Erfolge zu feiern, aber auch offen über Komplikationen zu berichten und zu dokumentieren, wie man sie gemeinsam als Organisation angehen will.

 

Fazit

Das digitale Zeitalter steht für Austausch, Transparenz und die neue Eigenverantwortlichkeit des Homo digitalis. Eine dialogorientierte Kommunikation ist die Voraussetzung, dass sich Mitarbeitende und Führungskräfte auf Augenhöhe begegnen und Hierarchien aufgeweicht werden. Nur so finden Werte wie Agilität und Schnelligkeit auf lange Sicht einen glaubwürdigen Rahmen. In diesem Sinne: Werden Sie den Menschen gerecht, sprechen Sie miteinander statt zueinander, seien Sie mutig und werden Sie nicht müde, gemeinsam an Ihrem Unternehmenserfolg zu arbeiten.

 

Erschienen in BEYOND #12.

Im Miteinander zum Erfolg

Presse

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Solveigh Reck
Communications Manager
040 44189 01
solveigh.reck@knskb.plus

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